0 In Allgemein/ Travel

Palenque Ruinen, Wasserfälle und tolles Hotel


Warum du Palenque als Zwischenstation von Mexiko nach Guatemala wählen solltest

Am Flughafen in Mexico City und Ankunft in Palenque – Tag 3 unserer Reise

Am 2.11. (auch noch Tag der Toten) ging unser Flugzeug von Mexico City nach Palenque. Der Flug wurde leider im Vorhinein von mittags auf 06:00 Uhr morgens verlegt und so klingelt der Wecker früh. Ein Glück gibt es Alfredo, der Aufpasser vom Apartment, er hat das Auto schon bereit gestellt und ist auch früh aus dem Bert gekrochen um uns zum Flughafen zu fahren. Um kurz nach 04:00 erreichen wir den Flughafen und sind dementsprechend müde. Am Flughafen in México City lange Schlangen und kein Flug nach Palenque auf der Anzeige. Kurze Panik-Attacke und dann die Erleuchtung, dass er einfach noch nicht dran steht. Trotz langer Schlangen, geht letztlich alles ziemlich schnell. Unsere Airline, Interjet, ist eine mexikanische Fluggesellschaft und das machte vorher schon leichtes Bauchgrummeln, vor allem, wenn man wie ich, kein Fan vom Fliegen ist. Doch diese Sorge stellt sich als vollkommen unbegründet raus. Das Flugzeug ist neu, sauber und die Crew sehr nett und aufmerksam. Das Gepäck kann man bei mexikanischen Airlines ohne Gebühren aufgeben, daher gibt es kein Gedrängel in den Gängen und keine Verzögerungen – sehr angenehm. Könnte bei uns ruhig auch wieder so sein, wenn ich daran denke, wie oft ich mich mittlerweile auf Kurzstrecken mit dem Personal angelegt habe, weil ich meinen Trolli mit meiner Kamera, nicht freiwillig runter in den Gepäckraum geben wollte…

Im Landeanflug auf Palenque wird mir die Schönheit dieses Landes das erste Mal richtig bewusst. Die Landschaft ist voller Palmen und Dschungel, von weitem sieht man das Meer. Und als das Flugzeug auf dem winzigen Flughafen von Palenque landet, fühlt es sich an wie eine Landung im Paradies. Wir sind das einzige Flugzeug, welches es abzufertigen gilt und so wird das Gepäck grade zu neben einem her getragen. Bevor man es bekommt, geht aber zuerst nochmal der Drogenhund dran. Das tun sie bei uns ja auch. In Mexiko hat es aber natürlich ein ganz besonderen, nennen wir es „Charme“! Dann sollte man schnell sein (daran sind wir deutschen Touristen ja gut), denn es gibt wieder einen Taxi-Schalter am Ausgang, aber nicht genügend Taxis. Man muss  sich in einer Schlange anstellen. Wir hatten zwar mit als erstes das Ticket, jedoch das mit der Schlange nicht gecheckt. Daher stehen wir draußen herum als die ersten Taxis kommen. Als wir das mit der Schlangen raffen und das Pärchen, das vor uns das Ticket gekauft hat ins Taxi steigt, nehmen wir das nächste und machen uns Ninja, sagen wir nicht sehr beliebt….

Es geht mit dem Taxi durch den Ort Palenque, der ein ganzes Stück vom Flughafen entfernt ist, wieder aus dem Ort raus ins Grüne und dann biegt das Taxi ab, eine ebenso begrünte Einfahrt zu dem tollen Hotel, das wir schon über ein halbes Jahr vorher gebucht hatten. Als wir aussteigen schwirrt ein Kolibri um eine riesige Blüte und es hört sich nicht viel anders an als im thailändischen Dschungel.

Das Hotel Aldea in Palenque

Das Hotel liegt leider wirklich außerhalb des Ortes. Um zu gucken was am zweiten Tag der Toten in Palenque so los ist, müssten wir uns wieder ein Taxi zurück in den Ort nehmen und so günstig war das Taxi mit Xx Pesos nicht. Auch wenn uns an der Rezeption (Achtung kann KEIN englisch) gesagt wird, das Hotel wäre ausgebucht, sieht man doch kaum jemand. Den Pool haben wir für uns. Die Margaritas kosten umgerechnet 3.50€ und so entscheiden wir uns einen Pooltag einzulegen. Das nette Hotelpersonal bringt uns alles direkt an den Pool, den wir bis zum späten Nachmittag für uns alleine haben. Das Essen schmeckt auch (Fajitas bestellen, nicht den Burger). Die Zimmer sind super schön und kein Krabbelviech weit und breit. Früh gehen wir ins Bett, denn wir sind müde und werden am nächsten Tag um 7:00 abgeholt um zu den Ruinen von Palenque zu fahren und zu den Wasserfälllen. Die Tour kostet uns 500 Pesos (wenn man das durch 20 teilt, kommt die Rechnung auf Euo ganz gut hin), wir buchen sie direkt an der Rezeption. Sicher hätten wir ein paar Pesos gespart, wenn wir sie im Ort gebucht hätten, aber so war es einfach bequemer. Die Fahrt von Palenque nach Flores in Guatemala haben wir ebenfalls gleich über das Hotel gebucht. Kostenpunkt: 750 Pesos

Maya Ruinen und die Wasserfälle Mizol–Ha und Aqua Azul – Tag 4 unserer Reise

Am Tag 4 unserer Reise steigen wir mit etwa 30 Minuten Verspätung ( Mexiko halt) in einen Bus, wir sind die einzigen nicht Mexikaner. Die anderen Touristen kommen aus dem ganzen Land, um das Vermächtnis ihrer Vorfahren und das Wunder der Natur ihres Landes zu bestaunen. Außer eine Touristin, sie scheint eher auf der Suche nach der perfekten Selfie–Kulisse zu sein. Permanent schaut sie in Spiegel, tuscht nach und drückt dann ab – und das schon im Bus! An den Ruinen angekommen, will man uns gleich einen englisch sprachigen Guide andrehen für umgerechnet „nur“ 50€! Wohlgemerkt, für die Amis gelten noch höhere Preise erzählt uns Raoul. Leider müssen wir Raoul enttäuschen, so viel Geld haben wir gar nicht mitgenommen. Und es tut auch nicht Not. Wir gehen auf das Gelände, wir bewegen uns frei, müssen nicht ständig stehen bleiben, wie unserer spanisch–sprachigen Mitreisenden und entnehmen einfach den Schildern was wir sehen oder lauschen mal kurz bei anderen Gruppen rein. Die Anlage ist beeindruckend. Wahnsinn was Menschen schon vor tausenden von Jahren geschaffen haben. Ich möchte euch jetzt nicht mit geschichtlichen Fakten langweilen, sondern lieber mit Fotos beeindrucken. Schaut her:

Palenque Sonnentempel by Cattiva Kat on 500px.com

Blätterkreuztempel – Palenque Maya Ruines by Cattiva Kat on 500px.com

Palast Palenque México by Cattiva Kat on 500px.com

Weiter geht es zum ersten Wasserfall Mizol–Ha. Spätestens jetzt fällt uns auf, dass wir den wohl langsamsten Busfahrer der Welt haben. Außerdem haben wir noch Gesellschaft von einem amerikanischen Pärchen bekommen, deren Eltern Latinos sind und die daher perfekt spanisch und englisch können (Neid). Die beiden labern alle fröhlich voll und ich bin mir nicht sicher, ob sie mir suspekt sein sollen, oder ob die beiden einfach nur sehr amerikanisch sind… Die Selfie-Queen schminkt sich weiterhin und man hat schon Angst, dass ihre Augen vor lauter Schminke gleich nicht mehr aufgehen. Armes Mädchen, nichts scheint sie zu interessieren außer das Vorgehen im Handy und im Spiegel, auch nicht die Dinge, die unser Guide auf der Fahrt erzählt. Leider verstehe ich nur die Hälfte, Marina versteht nur Bahnhof und liest lieber. Beim Mizol–Ha haben wir grade mal 25 Minuten Zeit. Daher bleibt uns jetzt die Wahl: Fotos machen oder Baden. Da wir auch noch später Baden können laufen wir um den Wasserfall rum und machen Fotos. Nur die beiden Amis entscheiden sich für Schwimmen und treffen damit, wie sich später rausstellen wird, die bessere Wahl.

Der Mizol–Ha geht 30 Meter in die Tiefe. Der Weg um ihn herum ist glitschig, aber es lohnt sich. Man kommt hinter den Wasserfall, erfrischend sind die Tropfen, die man abbekommt.

Aquq Azul ist der eigentlich bekannte Wasserfall in der Nähe von Palenque.

Aqua Azul near Palenque by Cattiva Kat on 500px.com


Wir haben 3 Stunden Aufenthalt, unser Bus ist der letzte, denn unser Fahrer Julio hat scheinbar große Angst um seine Stoßdämpfer. In México sind alle 3–5 Kilometer große Hubbel auf der Straße, ebenso an jedem Ortseingang. Vor jedem Hubbel bremsen wir auf Tempo 10, gleiten über den Hubbel und beschleunigen auf Tempo 50. Natürlich nicht ohne vorher die Wahnblinker anzustellen… Das Aqua Azul sieht aus wie ein Swimmingpool mit Plastikwasserfall. Das Wasser ist so türkis, die Steine, über die es läuft, schon fast zu proportional, um real zu sein. Rund um den Wasserfall verkaufen die Einheimischen ihre Sachen. Es lohnt sich hier, oder bereits vorher in Palenque, was zu kaufen – günstiger wird es nicht mehr. Wir zahlen 700 Pesos für Marinas Kleid und 450 Pesos für mein schönes Hemdchen.

Oberhalb des großen Wasserfall gibt es diverse kleine Badestellen. Man kann sich im kleinen Wasserfall erfrischen, wo Einheimische ihre Sachen im Fluss waschen und Jungs sich mit Lianen ins Wasser schwingen (Hätte ich auch gerne mal gemacht, aber ich bin wieder mal zu schüchtern, zu fragen). Nun ärgern wir uns eine bisschen, nicht vorher in Mizol–Ha schwimmen gegangen zu sein. Also hier mein ganz gut gemeinter Rat: bittet die Guide um einen längeren Aufenthalt als 30 Minuten am Mizol Ha und geht dort auch schwimmen.

Wir essen noch im Restaurant beim Bus frischen Fisch, der wirklich super lecker schmeckt und wenig kostet und trinken ein kühles Bier. Dann geht es zurück ins Hotel, über viele Hubbel und  durch einige Dörfer. Es ist dunkel und so fallen mir schon um 18:30 Uhr im Bus die Augen zu. Dabei wollte ich die Selfie Queen noch nach ihrem Instagram Account fragen…


You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply