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Tulum & Akumal – cool und billig absteigen, Cenoten und Essen. Tulum Teil 2

Blog Cattivakat Tulum

Auf nach Tulum. Nachdem wir 2 Tage in Sian Kàˋan-Naturschutzgebiet verbracht haben, ging es jetzt ins richtige Tulum. In die kleine Stadt in Yucatan, die Dank ihres Traumstrandes in ca 2 Km Entfernung zu ziemlicher Bekanntheit in den letzten Jahre gekommen ist . Dort schlafen wir in einem echten Tippiezelt und machen einen Ausflug zur Turtle Bay von Akumal.

Wer in Tulum nächtigen möchte, muss entweder tief in die Tasche greifen, um am Strand zu sein oder entscheidet sich für den Ort Tulum, der genau genommen nicht am Strand liegt. Der Ort ist kein kulturelles Highlight, aber so hässlich, wie oft behautet, ist er auch nicht. Es gibt viele Souvenirläden und Restaurants und wieder begegnen uns überwiegend nette und herzliche Menschen.

Tulum Rain Tulum town

Nach unserem Bus, geht es jetzt ins Zelt. Ein Zelt kostet umgerechnet ab 35€/Nacht. Also, wenn man als Paar reist, nicht mal 20€/Person. Günstiger geht es kaum. Die Betten in dem Zelt – ja richtig gehört, Betten – sind aber nur 1,40m breit. Daher hatten wir jeder unser Zelt. Vor der Reise dachten wir auch noch, dass wir uns zu diesem Zeitpunkt vielleicht auch nerven und froh sind mal unsere Ruhe zu haben. Dem war aber gar nicht so.

Eco tent TulumEco tent Tulum

Das Bett ist super bequem. Die Gemeinschaftsduschen sauber. Das tolle ist, hier ist alles nachhaltig. Deshalb nennt sich die Anlage auch Eco Glamping Tulum. Leider ist der Straßenlärm, von der nicht so weit entfernten Hauptstraße, nach 2 Nächten im Naturschutzgebiet und 3 Tagen einsame Insel, nicht zu überhören. Auch, dass wegen des starken Regens Wasser im Zelt ist, war wohl unvermeidlich aber doof. Der Zeltplatz mit ca 8 Tippie-Zelten ist am Rand von Tulum, aber man kann gut zu Fuß in den Ort laufen und das tun wir noch, nachdem wir abends angekommen sind. In einer Seitenstraße der Hauptstraße finden wir ein nettes Lokal. Leider gehört das Essen eher zu den schlechteren auf unserer Reise. Daher keine Namensnennung. Dafür essen wir auf dem Rückweg den besten Taco überhaupt. Gleich der erste Stand vom Eco Glamping aus. Er hat rote Plastik Tischdecken und ist ein einfacher Taco-Stand. Lieber gleich hier satt essen!!

Die Maya Ruinen von Tulum sind auch nicht weit. Man sollte wie wir aber morgens oder abends hingehen. Es sind wirklich Massen an Touristen dort.Tulum

Tulum Ruinen

Am nächsten Morgen geht es von den Ruinen weiter nach Akumal. Dort ist die berühmte Turtle Bay. Marina scherzt: „Vermutlich sehen wir keine Schildkröte bei unserem Glück“ und tatsächlich wird es gar nicht so einfach, eine zu finden. Doch ich meine „Wir haben ihren Kindern das Leben gerettet, das wird belohnt werden!“. In Akumal angekommen knurrt der Magen. Zufällig finden wir ein mega tolles Frühstücks-Lokal „Turtle Bay Bakery

Frühstück in Akumal

Danach gehen wir an den Strand. Auf unserem ganzen Trip, waren die Mexikaner immer nett und zuvorkommend. Niemals aufdringlich. Außer jetzt in Akumal. Im Wasser schwimmend versuchen sie die Touristen zu verjagen. Angeblich zum Schutz der Schildkröten. Tatsächlich wollen sie einem aber teure Schnorcheltrips verkaufen. Schnell kriegen wir dank eines deutschen Pärchens mit, das direkt in Akumal Urlaub macht, dort wo die Männer sind, sind die Schildkröten. Sie sind nicht da, wo die Touristen schwimmen dürfen. In fast einer Woche Akumal hat er noch keine Schildkröte gesehen. Sie schon zwei, immer da wo man von den Mexikanern vertrieben wird. Nachdem wir uns eine Stunde haben einschüchtern lassen und woanders vergeblich gesucht haben, bleiben wir hartnäckig in der Nähe der unangenehm pöbelnden Einheimischen. Und das wird belohnt! Kurz nachdem natürlich der Akku der GoPro sein Ende erreicht hat, sehe ich in ca 10 Meter Entfernung einen Schildkrötenkopf aus dem Wasser ragen und gleich wieder abtauchen. Ich rufe Marina und die findet dann wiederum einige Minuten später, die riesige Schildkröte am Meeresboden. Einige Momente dürfen wir mit ihr verbringen, dann kommen andere Touristen dazu und sie schwimmt wieder weg in Richtung Ozean. Das war sie, die Mama unserer Babys, ich bin mir ganz sicher.

Glücklich steigen wir aus dem Wasser, verabschieden uns und fahren weiter Richtung Cenote. Die Cenote Dos Ojos, zwei Augen, liegt nur ca 10 Minuten Autofahrt von Turtle Bay entfernt. Achtung, der Nationalpark nimmt nur bares.

Über eine Huckel-Schlamm Piste (das sind wir ja bereits gewöhnt) geht es Richtung Cenote. Man bekommt seinen Führer zugewiesen und Neopren-Anzüge, Flossen, Schnorchel und Maske. Auf die Anzüge sollte man nicht aus Eitelkeit verzichten – das Wasser in den Cenoten ist scheiße kalt. Cenoten sind Höhlen, die sich mit Süßwasser gefüllt haben. Es gibt unzählige davon in Yucatan. Aber Achtung, man sollte tunlichst vermeiden, das Wasser zu schlucken. Es ist voller Bakterien. Wenn man gesundheitlich angeschlagen ist oder eine offene Wunde hat, sollte man darüber nachdenken ins kalte Wasser zu steigen. Wir waren gesund und munter und sind es auch geblieben. Ca. 1,5 Stunden ging die Tour durch die Cenote und es war wirklich sehr beeindruckend.

Cenote dos ojos Cenoten

Der Akku war auch wieder ein bisschen geladen, daher hier ein kurzes Video.

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Abends nehmen wir das Auto und fahren an die Strandstraße. Dort essen wir ausgezeichnet im Arca Tulum. Leider habe ich meine Kamera vergessen.

Es ist der letzte Abend in México. Am nächsten Tag geht es zum Flughafen und weiter nach Havanna….

Fotos: Deike Behringer; Glamping.Hub/PR

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